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Lagerfriedhof Mauthausen

Der Erste Weltkrieg in Oberösterreich

Der Erste Weltkrieg war die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Oberösterreich war zwar das am weitesten von allen Fronten entfernte Kronland der Habsburgermonarchie. Die Auswirkungen waren dennoch nicht weniger tiefgreifend: einer der höchsten Prozentsätze bei den Gefallenen, Gefangenenlager überall im Land, Hunger und Seuchen, und rasch zunehmende Kriegsverdrossenheit überall im Land.
Mehr: OÖGeschichte

Soldatenfriedhof Mauthausen

Der Soldatenfriedhof Mauthausen ist der größte Soldatenfriedhof in Oberösterreich, befindet sich in der Ortschaft Reiferdorf in der Katastralgemeinde Haid der Marktgemeinde Mauthausen im Bezirk Perg und enthält neben einer Kapelle Denkmäler sowie mehrere tausend Gräber ausländischer, insbesondere italienischer und serbischer Kriegsgefangener Soldaten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie KZ-Häftlinge. Das Areal war und ist Veranstaltungsort für italienisch-österreichische Friedenstreffen zum Gedenken an die Kriegsopfer. Mehr: Wikipedia

Allerseelen am Militärfriedhof in Mauthausen.

Lagerfriedhof Mauthausen

Aus Linz wird uns geschrieben:

Ungefähr 10.000 Tote, meist Serben und Italiener, ruhen auf dem Friedhof des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Mauthausen. Durch die wirren Zeitverhältnisse und wohl auch durch die Pietätlosigkeit von Leuten, die sich nicht scheuten, die Kriegsgräber zu plündern, und die Kreuze als Brennholz fortzuschleppen, war er schon arg verwahrlost.

Der gegenwärtige Verwalter, Major J. Dollansky, aber hat es verstanden, trotz größter Schwierigkeiten in Kürze ihn wieder in würdigem Zustand zu bringen. Am Allerseelentage fand sich der italienische Brigadegeneral Dr. Goggia mit dem Wiener Militärattaché Oberst Graf Franchini-Stoppa und Oberleutnant Fiorina in Begleitung des genannten Friedhofsverwalters ein. Der Friedhof war von den Kriegerwitwen der Gemeinde Haid mit Kränzen, Tannenreisig und Blumen schön geschmückt worden.

Die fremden Gäste legten einen prachtvollen Kranz auf dem Sockel des geplanten Denkmales nieder, worauf Pfarrer Jungwirth von Ried bei Mauthausen unter Assistenz seiner Kooperatoren Neumann und Schück im Beisein zahlreicher Zivilpersonen die kirchliche Feier hielt. Die italienischen Offiziere äußerten sich sehr befriedigt über die Ehrung ihrer Toten und den Zustand des Militärfriedhofes und versicherten, man werde auch unsere Heldengräber im Süden ehrenvoll behandeln und pflegen.

Wenn die betreffenden Verhandlungen mit Südslawien abgeschlossen sein werden, soll auch für die Serben alljährlich eine ähnliche Feier stattfinden.

Historischer Zeitungsartikel: Reichspost, 6.11.1920

Kriegsgefangenenlager Mauthausen

Notgeld-Gemeinde Haid bei Mauthausen

Altar der Kriegsgefangenenkirche-Lager Mauthausen

1914-2014

Heuer ist es 100 Jahre her dass der 1. Weltkrieg begonnen hat.
Wir versuchen hier in unserem geschichtsträchtigen Ort Mauthausen mit gewissen Aktionen der gefallenen Soldaten zu gedenken. Im Fokus steht hier der Lagerfriedhof in Mauthausen. Hier ruhen

Fotos: Käthe Schmied, Mauthausen

Links: Hochzeit um 1914 in Oberösterreich
Rechts: Familienfoto - Anton Fasching, Mauthausen
Links: Musterung in Mauthausen um 1909 - Gasthaus Lumplecker.
Rechts: Josef Seitlinger, Linz, 1. Weltkrieg
Links: Soldaten im 1. Weltkrieg
Rechts: Unterkunft Anton Poschacher, 1. Weltkrieg in Polen.
Links: Militär um 1915
Rechts: Anton Fasching, Mauthausen, 1918